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| Montag, 6. September 2010
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ARTIKELARCHIV
Quelle: Jeversches Wochenblatt, Rubrik: Aktuell, Ausgabe vom 10.03.2010
| Shanty-Chöre geraten immer mehr ins Visier der GEMA |
| Marinebund Tagung des Landesverbandes „Nordsee“ / Zwei Vareler in die Projektgruppe „Sail 2010“ berufen |
| VAREL/EGI – Delegierte und Vorstandsmitglieder des Landesverbandes „Nordsee“ im Deutschen Marinebund hatten jetzt bei einer Tagung in Varel eine umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten. Dem Landesverband gehören zurzeit 1200 Mitglieder in 20 Vereinigungen an, darunter mehrere Shanty-Chöre und die Stammbesatzung und Bordkameradschaft des Segelschulschiffes „Gorch Fock“ sowie die Marine-Jugend Wilhelmshaven.
Der Vorsitzende der Marinekameradschaft Varel, Gerd Kahle, hieß die 30 Teilnehmer willkommen. Bürgermeister Christian Wagner wies in seinen Grußworten auf die wirtschaftliche und touristische Bedeutung der Stadt Varel im Landkreis Friesland hin, die aufgrund der maritimen Lage mit dem Hafen und dem Nordseebad Dangast gleichermaßen für Industrie und Tourismus ein idealer Standort sowie ein Erholungsort sei. Landesverbandsvorsitzender Dr. Joachim Bopp aus Cloppenburg stellte in seiner Eigenschaft als Flottillenarzt der Reserve die Bedeutung des Marinebundes und der Marine mit ihren internationalen Einsätzen in den Mittelpunkt seiner Ausführungen: „Freie Seewege sind ein Garant für die deutsche Wirtschaft und die Versorgung der Bevölkerung, denn etwa 80 Prozent aller Güter erreichen auf dem Seeweg die Bundesrepublik.“ Diese Strukturen zu schützen, sei Aufgabe der Marine und des Marinebundes mit den angegliederten zahlreichen Landesverbänden und Mitgliedern.
Jugendleiter Frank Kolla-kowski von der Marine-Jugend Wilhelmshaven berichtete über die Arbeit in der 54 Mitglieder umfassenden Vereinigung, in die 20 Jugendliche integriert werden konnten. Diese nähmen unter anderem viele Wassersport-Aktivitäten begeistert an. Er verwies auf die dafür vorhandenen Vereinsanlagen und stellte das ehemalige Schnelle Minensuchboot „Steinbock“ heraus. Das Minensuchboot diene als Jugendherberge und bilde darüber hinaus die Grundlage für seemännisches Basiswissen, dass den Jugendlichen direkt an Bord vermittelt werden könne.
Stephan Bode aus Bad Bederkesa, stellvertretender Landesverbandsvorsitzender und in der DMB - Projektgruppe für die „Sail 2010“ vom 25. bis 28. August in Bremerhaven mit verantwortlich, gab bekannt, dass zwei Vareler Mitglieder ebenfalls in das Sail-Team berufen wurden. Gerd Kahle wird für den Bereich „Werbe- und Kontakt-Coaching“ und Hans Egidius im Bereich „Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ für die DBM-Gruppe bei der großen Windjammerparade in Bremerhaven tätig sein.
Einen weiteren, viel beachteten Vortrag hielt als Gastredner Werner Haase, Leiter des Landesverbandes Westfalen. Er richtete seine Ausführungen hauptsächlich an die Chorleiter der vielen mit dem Deutschen Marinebund und der Marine verbundenen Shanty-Chöre, die immer mehr in das Visier der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und Vervielfältigungsrechte, kurz GEMA genannt, gerieten. Er zeigte an zahlreichen Beispielen auf, dass bereits etliche Chöre die Rechte der GEMA nicht beachtet hätten. Daraus resultierend, sei es bereits häufiger vorgekommen, dass Chöre an die GEMA nicht unerhebliche Geldbeträge für nicht genehmigte öffentliche Darbietungen nachträglich hätten abführen müssen. Schließlich gab er den Anwesenden strikte Verfahrensregelungen mit auf den Weg, die in Zukunft beachtet werden sollten. Denn die GEMA greife hart durch, wenn es zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei. |
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